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Wie kommt es zum Hörverlust?

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Ein Hörverlust kann viele Ursachen und Gründe haben. Informieren Sie sich.
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Hörverlust bei Kindern

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Angeborener Hörverlust (Teil 1/2)

Ein Hörverlust zählt weltweit zu den häufigsten Behinderungen bei Neugeborenen. In den USA werden drei von tausend Kindern mit einem Hörverlust geboren. Bei Neugeborenen kann dieser vererbt oder durch einen genetischen Faktor verursacht werden, er kann auch als Konsequenz einer Infektion oder eine Entwicklungsstörung auftreten. Eltern reagieren auf die Diagnose Hörverlust bei ihrem Baby mitunter zunächst ängstlich, verwirrt und traurig. Die Komplexität dieses Zustands, seine Auswirkungen auf die Kommunikation und dieTatsache, dass die meisten Eltern keinerlei Erfahrungen mit einem Hörverlust in der Kindheit haben, lassen diese Diagnose so bedrohlich erscheinen. Überdies sind 40 Prozent der Kinder mit einem dauerhaften Hörverlust auch von weiteren Begleitsymptomen betroffen. Das heißt, die Eltern müssen unter Umständen mit zwei Diagnosen zugleich fertig werden.

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Häufig ist die Ursache für den Hörverlust nicht genau festzustellen. Dies führt zu oftmals sehr emotionalen Reaktionen bei den Eltern, die eher für den Prozess des Trauerns typisch sind. Bin ich schuld? Warum passiert mir das? Wird mein Kind jemals so leben können, wie ich es ihm wünsche? Wenn sie mit der Diagnose Hörverlust das erste Mal konfrontiert werden, ist das für Eltern erschüt- ternd, viele können sich später nicht mehr genau daran erinnern, was in der Besprechung mit dem Audiologen nach der Bekanntgabe der Diagnose noch gesagt wurde. Nach dem ersten Schock neigen manche Eltern dazu, den Hörverlust zu leugnen – ein Abwehrmechanismus setzt ein. In dieser Phase holen sie häufig weitere Meinungen ein oder glauben, dass ihr Kind kein Hörgerät brauchen wird. Es ist ganz normal, den Hörverlust als ungerechten Schicksalsschlag zu empfinden und sich nach der Zeit zurückzusehnen, als man die Dinge des Lebens noch ,unter Kontrolle‘ wusste. Manche Eltern gehen in die Offensive, werden wütend und kämpferisch. Eine Behinderung mit nicht abzuschätzenden Folgen für ihr Kind macht sie verletzlich und sie suchen nach einem Schuldigen. Einige ergehen sich in privaten Auseinandersetzungen, um eine neue Realität zu schaffen. Die starken Emotionen, die Familien auf dem Weg zur Akzeptanz der Diagnose durchleben, sind völlig normal, wobei sie stark in Ausmaß und Dauer variieren können. Dieser Prozess des Annehmens hört nicht auf, es kann über viele Jahre hinweg immer wieder Phasen geben, in denen die Trauer wieder an die Oberfläche tritt.

Es ist zu wünschen, dass die Eltern in den ersten Wochen und Monaten nach der Diagnose gut informiert werden und Unterstützung erhalten, zudem an Frühförderprogrammen teilnehmen und Vertrauen entwickeln, dass ihre Hoffnungen und Träume bezüglich ihres Kindes immer noch in Erfüllung gehen können. Viele Eltern empfinden es als hilfreich, sich Selbsthilfegruppen anzuschließen oder Netzwerken anderer Familien von Kindern mit Hörverlust. Einfühlung und Rat von anderen Familien helfen, sich im Dickicht der zu treffenden Entscheidungen zurechtzufinden und mit den Experten umzugehen, die in die Betreuung des Kindes eingebunden werden. In der Phase, in der die Eltern versuchen, sich mit der Diagnose abzufinden und nach Frühförderprogrammen suchen, sollten sie ganz normal mit ihrem Baby kommunizieren und interagieren. Wesentliche Aspekte des Erfolges sind die Ein- bindung des Lernens in den Alltag sowie ein Umfeld mit einer reichen Sprache. Beides ist für die kommunikative Entwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung.