Hörverlust bei Kindern
Sie glauben, dass Ihr Kind schwerhörig ist? Schon bei Neugeborenen können Sie das Gehör testen lassen.
» Jetzt lesen
Hör-Kultur abonnieren
Unterstützen Sie die Hear the World Foundation mit einem Abonnement.
» Magazin abonnieren
Botschafter im Gespräch
Lernen Sie die Botschafter besser kennen und erfahren Sie, warum sie Hear the World unterstützen.
» Artikel, Interviews und mehr
50 Jahre Motown –
Keep it simple, stupid (Teil 1/4)
Was kommt heraus, wenn man Elvis Presley mit Jimmy Carter mischt?
Richtig: ein Musikpolitiker. Und zwar nicht irgendeiner, sondern Berry Gordy Junior, der Gründer von Motown. Wie das? Nun, Berrys Urgrossvater war auch der Urgrossvater von Jimmy Carter. Und der Urgrossvater des Urgrossvaters wiederum hiess Presley.
Das bedeutet, dass Berry Gordy Junior und Jimmy Carter Halbcousins 2. Grades sind und beide wiederum Cousins 6. Grades von Elvis Presley. Da liegt es doch nahe, sich das Beste beider Welten zu nehmen und eine Plattenfirma zu starten.
Vor 50 Jahren, am 12. Januar 1959, begann Berry Gordy mit seinem Sound die Welt zu verändern.
Are you ready for a brand new beat?
Berry Gordys Geschichte beginnt nicht ungewöhnlich:
Wie viele schwarze Familien, verlässt auch die Familie Gordy den Süden der USA, um in der Automobilmetropole Detroit ein besseres Leben und Arbeit zu finden. Dort wächst Gordy mit vier Schwestern und drei Brüdern auf. Vorzeitig verlässt er die Schule, um Boxer zu werden, muss aber dann in den Koreakrieg. Wieder zurück eröffnet er für kurze Zeit einen Jazzplattenladen und landet schliesslich doch noch in einer der zahlreichen Automobilfabriken Detroits. Sein Herz schlägt allerdings eher für die Musik und so unternimmt er parallel erste Schritte im Musikbusiness. Gordy lernt den Rhythm & Blues-Sänger Jackie Wilson kennen und schreibt zusammen mit seiner älteren Schwester Gwen Songs für ihn. Unter anderem „Reet petite” und „Lonely teardrops” – damals beides veritable Hits. Zur ersten eigenen Plattenfirma ist der Schritt nicht mehr weit, als zwei seiner Schwestern Anna Records gründen. Berry soll dort der Label-Boss werden, doch er leiht sich lieber 800 Dollar von seiner Familie und macht sein eigenes Ding: Tamla Records. Noch im gleichen Jahr folgt ein Schwesterlabel, das der noch im Aufbau begriffenen Plattenfirma den eigentlichen Namen geben wird: „Motown Records” ist geboren.
Der Firmenname verweist stolz auf die Heimatstadt Detroit und deren Spitznamen: motor town – kurz: Motown. Bei Tamla lautete das Motto bereits „The sound that makes the world go ’round”, während es im Vergleich bei Motown mit dem Slogan „The sound of young america” recht bescheiden zuging. Das sollte sich schnell ändern.
Aber wie kam es denn überhaupt zu diesem unverwechselbaren Motown-Sound, dieser einzigartigen Mischung aus Gospelgesängen und gezähmten Rhythm & Blues Melodien mit süssem Popfaktor – heute ganz selbstverständlich Soul genannt.





