Wie kommt es zum Hörverlust?
Ein Hörverlust kann viele Ursachen und Gründe haben. Informieren Sie sich.
» Ursachen von Hörverlust
Hörverlust bei Kindern
Hören ist wichtig für die gesunde Entwicklung unserer Kinder. Umfangreiche Informationen und Beratung finden Sie hier.
» Jetzt lesen
Newsletter abonnieren
Aktuelle Geschichten und spannenden Informationen von Hear the World.
» Jetzt kostenlos anmelden
Botschafter im Gespräch
Lernen Sie die Botschafter besser kennen und erfahren Sie, warum sie Hear the World unterstützen.
» Artikel, Interviews und mehr
Bereits bei Neugeborenen können Hörtests durchgeführt werden (Teil 2/3)
Angesichts der Tatsache, dass schätzungsweise drei bis vier von 1.000 Neugeborenen mit einer beidseitigen Schwer hörigkeit zur Welt kommen, sind bereits im Krankenhaus durchzuführende Hörtests immer empfehlenswerter geworden. Mediziner und Forscher verweisen schon seit Längerem auf die Wichtigkeit einer frühzeitigen Diagnose. In einer Vielzahl von Ländern hat man die Notwendigkeit genauerer Analysen erkannt, neben Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Österreich haben auch mehrere Bundesstaaten der USA universelle Neugeborenen-Hörscreenings schon vor Jahren flächendeckend eingeführt. Andere Länder wie Italien oder Frankreich sind längst gefolgt oder haben wegbereitende regionale Pilotprojekte initiiert wie die Schweiz. Zu den eher jüngeren Beispielen gesundheitspolitischen Umdenkens gehört Deutschland, wo die Kosten eines ausführlichen und mittlerweile verbesserten Hörscreenings in drei Stufen inzwischen von den gesetzlichen Kranken kassen gedeckt werden. Ein Beschluss des höchsten Gremiums im deutschen Gesundheitswesens, hat Neugeborenen ab dem 1.1. 2009 den Anspruch auf ein erweitertes Neugeborenenscreening und auf eine Früherkennungsuntersuchung von Hörstörungen zugesprochen. Kassen und Ärzte erhoffen sich davon einen früher einsetzenden und verbesserten Spracherwerb, der die unverzichtbare Grundlage für spätere Bildungsmöglichkeiten darstellt. Denn ohne eine geburtsnahe ausführliche Analyse werden Hörbeeinträchtigungen durchschnittlich erst im zweiten bis vierten Lebens jahr entdeckt, viel zu spät. Um eine normale Sprach entwicklung zu garantieren, sollte ein auditives Handicap bereits im ersten Lebensjahr therapiert werden. Generell gilt: Je eher man die Hörbeeinträchtigung oder Taubheit bemerkt und handelt, desto besser ist dies nicht nur für den sprachlichen, sondern auch den sozialen und emotionalen Reifeprozess des Kindes.
Das Tückische bei einer angeborenen oder früh eintretenden Beeinträchtigung des Hörsinns ist der fehlende Vergleichs wert für das Kind, das in einer klangreduzierten Welt aufwächst und diese nicht anders kennt. Da das Kind noch kein Feedback geben kann, und weil es sich um ein unsichtbares Handicap handelt, stehen umso mehr die Eltern in der Pflicht, das Hörverhalten ihrer Kinder kontinuierlich zu beobachten und Abweichungen von normalen Reaktionen wahrzunehmen: Wie reagiert das Kind auf Anreden? Verhält es sich auffällig laut? Entspricht seine Sprachentwicklung dem Alter?
Um das elterliche Bewusstsein für die Thematik zu schärfen, bemüht sich neben der Forschung auch die Hörgeräte industrie vermehrt um Aufklärung. Marc Menendez, Segment Manager Pädiatrie bei Phonak, erklärt hierzu: „Kinder können unglaublich von einer rechtzeitigen Hörgeräte-Versorgung profitieren. Phonak engagiert sich seit jeher sehr für die Entwicklung dedizierter technologischer Hörlösungen für Kinder und einen offenen Dialog mit der Öffentlichkeit.“ Neu ist die Etablierung und Popularisierung von Elternportalen und Foren, ausgerichtet auf die Bedürfnisse von verunsicherten Eltern. Diese können da ihre Zweifel ausräumen und wichtige Informationen sammeln sowie die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse durchforschen.





