HEAR THE WORLD Magazin
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Klangvolle Namen
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Die lärmverschmutzte Welt:
Plácido Domingo im Interview
Der Startenor über die Gefahren für den Hörsinn und notwendige Ruhepausen
Sie sind seit kurzem Botschafter von Hear the World, einer globalen Initiative des Hörgeräteherstellers Phonak. Worum geht es da?
Wir wollen auf ein Problem aufmerksam machen, das von Tag zu Tag gravierender wird: dass Menschen ihren Hörsinn verlieren. Momentan geht man von 500 Millionen aus, die eingeschränkt oder gar nicht hören. In unserer lärmverschmutzten Welt sind wir einer Unzahl von Geräuschen ausgesetzt. Jeden Tag wird die Welt ein wenig lauter.
Gerade junge Leute sind betroffen, wenn sie in Discos gehen oder ständig iPods benutzen. Ich rate ihnen zu einem jährlichen Hörtest, einfach um zu bemerken, wie viel an Hörkapazität sie möglicherweise schon verloren haben. Das können innerhalb eines Jahres bis zu zehn Prozent sein!
Man kann sich der allumfassenden Lärmtapete aber kaum entziehen, und der Discobesuch gehört für viele zum Freizeitprogramm.
Das ist klar. Und wenn die Ohren dann wirklich geschädigt sind, gibt es ja Hörgeräte. Aber als Botschafter der Initiative will ich die Menschen natürlich vorher wachrütteln.
Ich möchte einfach nicht, dass bald 700 Millionen Menschen schlecht hören, davon gehen die Statistiker aus.
Haben Sie selbst eigentlich Hörprobleme?
Nein. Nur manchmal, nach fünf, sechs Stunden Proben mit dem Orchester, da wollen die Ohren ausruhen. Das muss dann auch sein.
Wie reagieren Sie denn auf Hintergrundmusik?
Ich bitte sofort darum, die Musik abzustellen. Wenn ich in einem Restaurant bin, will ich nicht vollgedröhnt werden mit irgendwelcher Musik. Oft wollen die Leute die laute Musik gar nicht hören, der sie ausgesetzt sind. Sie sagen es nur nicht.
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