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Advisory Board
Das Advisory Board ist zuständig für die Evaluation geeigneter Projekte und Kandidaten, welche vom Stiftungsrat für die Ausrichtung von Stiftungsgeldern vorgeschlagen werden. Es unterstützt zudem den Stiftungsrat in der Wahl geeigneter Destinatäre sowie beim Entscheid über die Höhe der auszurichtenden Leistungen.
Prof. Dr. Richard Seewald, internationale Autorität in der Audiologie
Richard Seewald hält einen Forschungs-Lehrstuhl für Childhood Hearing am kanadischen National Centre for Audiology. Er ist zudem Professor an der School of Communication Sciences and Disorders der Universität Western Ontario. Während der letzten 25 Jahre forschte Professor Seewald im Bereich der Auswahl und Anpassung von Hörsystemen bei Babys und Kleinkindern. Seine Arbeit zur Entwicklung der Desired Sensation Level (DSL)-Methode für die Anpassung von Hörsystemen bei Kindern wurde international gelobt. Neben seinen zahlreichen Veröffentlichungen und Vorträgen zur Verstärkung bei Kindern stand Professor Seewald kürzlich drei internationalen Konferenzen zum Thema Frühintervention vor.
Prof. Dr. John Bamford
John Bamford ist seit 1989 Inhaber des Ellis Llwyd Jones Chair of Audiology and Deaf Education an der Universität Manchester. Davor war er Leiter der Audiologie im Royal Berkshire Hospital, Reading, UK, wo er sich auf alle Aspekte der Pädaudiologie spezialisiert hatte. Seine Forschungsschwerpunkte beinhalten Neugeborenen-Hörscreenings, Erkennung und Umgang, Hörsysteme, Servicequalität und Serviceentwicklung in der Audiologie. In den letzten sechs Jahren war er Mitglied in einem Team, das sich für die landesweite Einführung von Neugeborenen-Hörscreenings in England einsetzte und für die Anwendung von Hörsystemen mit digitaler Signalverarbeitung und verwandten Verfahren im Bereich der Pädaudiologie des englischen National Health Service. Er hatte ein Team geführt, das die Rolle und Wirkung des Hörtests bei Schuleintritt in englischen Schulen bewertet hat und leitet nun die Positive Support-Studie, die Kinder nach dem Neugeborenen-Hörscreening begleitet und versucht, die Ergebnisse mit detaillierten Eingriffen in Verbindung zu bringen. Er ist zudem aktiv an der neuen Ausbildungsstruktur in Audiologie für Graduates und Postgraduates in England beteiligt. John Bamford ist vor kurzem aus einem Erskine Besuchsstipendium an der Universität Canterbury, Neuseeland, zurückgekehrt.
Plácido Domingo
Plácido Domingo wurde am 21. Januar 1941 in Madrid geboren, als Sohn zweier Zarzuelasänger, und wuchs ab 1949 in Mexiko auf. Er debütierte schon 1959 in einer kleinen Rolle (Borsa in Rigoletto in Mexiko-Stadt) und am 19. Mai 1961 als Alfredo in der Traviata (in Monterrey, Mexiko). Von 1962 bis 1965 war er zusammen mit seiner Frau Marta Ornelas (Sopran) in Tel Aviv tätig, bevor seine internationale Karriere mit einem sehr erfolgreichen Auftritt 1966 an der New York City Opera in Alberto Ginasteras Don Rodrigo begann.
Plácido Domingo gilt als einer der grössten und vielseitigsten aller lebenden Tenöre, der auch als Dirigent und Opernleiter grosse Erfolge feiert. Neben seinen beispiellosen Leistungen in 123 verschiedenen Rollen und Auftritten mit den weltweit namhaftesten Orchestern, ist Herr Domingo Leiter der Los Angeles Opera und der Washington National Opera.
Herr Domingo setzt sich über den Gesangwettbewerb Operalia für den Nachwuchs ein. Im Jahr 2002 initiierte er zudem das Projekt „Young Artists Program of the Americas” der Washington Opera. Für seine Verdienste wurde er mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet, unter anderem dem Gran Cruz de la Orden del Mérito Civil in Spanien und dem englischen Knight Commander of the British Empire.
Gemeinsam mit Marta Ornelas hat Plácido Domingo zwei Söhne.
Dr. Clemens Hellsberg, Vorstand und 1. Geige der Wiener Philharmoniker
Geboren 1952 in Linz, erhielt Clemens Hellsberg seinen ersten Violinunterricht im Alter von viereinhalb Jahren bei seinem Vater. Von 1971 bis 1975 belegte er Violine als Konzertfach bei Prof. Eduard Melkus an der Hochschule für Musik in Wien, von 1975 bis 1977 bei Prof. Alfred Staar. Parallel dazu studierte er Musikwissenschaft und Alte Geschichte an der dortigen Universität und legte 1980 seine Promotion (Dissertation: „Ignaz Schuppanzigh. Leben und Werk”) ab. Währenddessen wurde Clemens Hellsberg zum Archivar des Historischen Archivs der Wiener Philharmoniker bestellt. In diese Zeit fiel auch sein erstes Engagement als zweite Violine im Orchester der Wiener Staatsoper, auf die kurze Zeit später die Primgeige folgte. In den neunziger Jahren fungierte Dr. Hellsberg als Vizevorstand der Wiener Philharmoniker; seit 1997 ist er Vorstand. Er veröffentlichte sein Buch „Demokratie der Könige. Die Geschichte der Wiener Philharmoniker” in deutscher, französischer und japanischer Sprache.
Prof. Dr. Heinrich Rohrer
Heinrich Rohrer wurde am 6. Juni 1933 in Buchs (SG), Schweiz, geboren. Er doktorierte 1960 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich in Experimentalphysik mit einer Dissertation über Supraleitung. Nach einem zweijährigen Postdoktorat an der Rutgers University in New Brunswick, NJ, USA, wechselte er 1963 ans IBM Forschungszentrum in Rüschlikon. Seine Hauptforschungsgebiete waren Kondosysteme, Supraleitung, kritische Phänomene, Tunnelmikroskopie und Nanomechanik. Heinrich Rohrer war 1974 bis 1975 im Sabbatical an der University of California, CA, USA. Zwischen 1993 und 2003 war er Mitglied des ETH-Rates. 1997 zog er sich von IBM zurück und nahm Forschungsanstellungen in Madrid (CSIC), Tokyo (RIKEN) und Sendai (Tohoku University) an.
Für die Konstruktion des ersten Rastertunnel-mikroskops, zusammen mit Gerd Binnig, erhielt er 1984 den King Faisal Prize und den Hewlett Packard Europhysics Prize und 1986 den Nobelpreis für Physik. 1987 wurde ihm zudem die Cresson Medal des Franklin Instituts in Philadelphia, USA, überreicht. Der prakitsche Nutzen seiner Erfindung wurde 1994 mit der Aufnahme in die US National Investors Hall of Fame gewürdigt. Heinrich Rohrer ist Mitglied oder Ehrenmitglied zahlreicher wisschenschaftlicher Gesellschaften und Bildungsanstalten und erhielt Ehrentitel von diversen Universtitäten.









