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Brüssel warnt vor der Gefahr dauerhafter Beeinträchtigungen (2/3)
Der wissenschaftliche Ausschuss der EU „Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken” hat sich des Problems angenommen. In einem kürzlich veröffentlichten Gutachten wird darauf hingewiesen, dass MP3-Player und andere tragbare Audio-Abspielgeräte mit Ohrhörern das Gehör schwer schädigen können. Bei fünf bis zehn Prozent der 2,5 bis 10 Millionen Benutzer in der EU bestehe dieses Risiko. Angesichts der gesundheitlichen Bedenken will die Europäische Kommission prüfen, „...welche Massnahmen getroffen werden können, um Kinder und Jugendliche besser vor der Lärmexposition durch MP3-Player und ähnliche Abspielgeräte zu schützen”.
Wenn man bedenkt, dass nach einer Richtlinie des Europäischen Parlaments, die im Februar 2008 in das nationale Recht der EU-Mitglieder übernommen wurde, ab einer Dauerbeschallung von 80 Dezibel am Arbeitsplatz ein Gehörschutz getragen werden muss, ist zu ermessen, wie gross die Gefahr von irreparablen Hörschäden durch MP3-Player ist. Vor allem weil sie den jungen Benutzern meist nicht bewusst ist oder von ihnen nicht ernst genommen wird. Das bestätigte Professor Dr. Hasso von Wedel, der Leiter der HNO-Abteilung der Uniklinik Köln:
„Die Problematik wird eindeutig unterschätzt, da die Symptome oft erst nach Jahren auftreten können. Deutschland ist in diesem Bereich noch nicht aufgeklärt. Da die Folgen wie Tinnitus oder Hörverminderung in der Regel nicht reparabel sind, gilt es hier dringend zum Schutz der Jugendlichen aktiv zu werden.”




