Skifahren, Schlittschuhlaufen oder lange Spaziergänge – der Winter bietet trotz Schnee und Kälte viele gute Gründe, sich vor die Türe zu wagen. Dabei sollten wir einige wichtige Tipps für unsere Ohren befolgen, um gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Und auch für Hörgeräteträger bringen Minusgrade einige Herausforderungen mit sich.

Die Haut an den Ohren ist besonders dünn, da sie über kein schützendes Fettgewebe verfügt. Aus diesem Grund kühlen unsere Ohren bei Kälte extrem schnell aus. Ferner verlaufen die Nerven im Gehörgang ungeschützt direkt unter der Haut und können auf Temperaturänderungen mit einem starken Schmerzimpuls reagieren. Durch die Kälte wirkt die Haut vorerst unempfindlich – Kälteschmerzen und eine Auskühlung werden oft zu spät wahrgenommen.
Die Kälte sorgt für eine verminderte Durchblutung am und im Ohr und erleichtert so Bakterien und Viren, sich festzusetzen. Darüber hinaus können Wind und Kälte den Gehörgang reizen, was häufig zu Schmerzen im äußeren Teil des Ohres führt. Durch Wasser in den Ohren wird dies noch beschleunigt bzw. verstärkt. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, kann es an den Ohren schnell zu Erfrierungen kommen.
Die Batterielebensdauer des Hörgerätes kann sich durch Kälte verkürzen. Je kälter die Batterien werden, desto weniger Kapazität haben sie. Wenn ihre Temperatur gegen 0 Grad sinkt, können sie komplett ausfallen. Im Wechsel zwischen „Kalt“ und „Warm“ kann zudem Kondenswasser im Inneren des Hörgerätes entstehen. Dies kann die Elektronik angreifen und zu Ausfällen führen.
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