Methodik und Studienaufbau
Methodisch setzt sich die vorliegende Studie „Hören ist Leben“ aus zwei Teilen zusammen. Den Beginn machte eine großzahlige und international angelegte Online-Studie. In fünf Ländern wurden insgesamt 4'335 Personen im Alter ab 45 Jahren befragt: jeweils 867 Personen in Deutschland, in der Schweiz, in Frankreich, England und den USA (siehe Abbildung 1). In einem zweiten Schritt wurden renommierte Experten aus den jeweiligen Fachbereichen gebeten, die Studienergebnisse zu kommentieren.
Abbildung 1: Methodik

Ziel der Befragung war es, die Bedeutung des Hörens in den verschiedenen Lebensbereichen herauszuarbeiten. Um zu erfahren, welchen Einfluss das Hören auf die verschiedenen Lebensbereiche hat, wurden einerseits Personen befragt, die zum Thema „Hören“ einen besonderen Bezug haben, weil sie selbst von einer Hörminderung betroffen sind. Hier wurde weiter unterschieden zwischen Befragten mit und ohne Hörgerät („Besitzer“ und „Nicht-Besitzer“ von Hörgeräten). Eine dritte Gruppe von Personen, die über normales Hörvermögen verfügen, diente als Vergleichsgruppe („Kontrollgruppe“).
Und um etwas über die Bedeutung des Hörens innerhalb von Familie und Partnerschaft zu erfahren, wurde darüber hinaus noch eine vierte Gruppe befragt: enge Angehörige von Personen mit Hörverlust. Als „enge Angehörige“ waren im Rahmen der Studie definiert: Lebensgefährten, eigene Kinder, Eltern oder Geschwister.
Anmerkung: Wenn in dieser Studie jeweils von Lebensgefährten, Partnern etc. die Rede ist, sind stets auch Lebensgefährtinnen, Partnerinnen etc. gemeint. Die Beschränkung auf die jeweils männliche Form erfolgt ausschliesslich aus Gründen der besseren Lesbarkeit.
Allen vier Gruppen wurden größtenteils die gleichen Fragen gestellt, zum Teil auch thematisch spiegelbildlich verknüpfte Fragen. Aus dem unterschiedlichen Antwortverhalten der vier Gruppen lässt sich nun jeweils die Bedeutung des Hörens ableiten. Besonders spannend ist dabei häufig der Vergleich der beiden Gruppen „mit Hörgerät“ und „ohne Hörgerät“ – denn hier lässt sich erkennen, welchen Unterschied es macht, ob eine eventuelle Hörminderung korrigiert wird oder nicht.

