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Stressfaktor Lärm – Kinder werden krank
16.12.2009, Stäfa, Schweiz
Wie stark beeinflusst laute Musik das Gehör von Kindern? Welche Wirkung hat lauter Straßenverkehr auf das Hörvermögen? Wie sehr leider Kinder unter Lärm wirklich?
Diese Fragen beantwortet die Kinder-Umwelt-Survey vom Umweltbundesamt zwischen 2003 und 2006. In einer repräsentativen Studie zur Umweltbelastung der Kinder in Deutschland wurden im Teilprojekt "Lärm" 1084 Kinder von acht bis vierzehn Jahren befragt. Die Ergebnisse sind erschreckend.
Bereits jedes achte Kind hat eine auffällige Hörminderung, die nicht rückgängig gemacht werden kann. Die häufigsten Ursachen für diese Hörminderung sind laute Musik und lärmender Verkehr. Schon jedes neunte Kind berichtet über Tinnitus nach dem Hören lauter Musik.
Alarmierend ist darüber hinaus, dass 21 Prozent der Kinder an Schlafstörungen leiden. Diese werden meist durch den Lärm einer stark befahrenen Haupt- oder Durchgangsstraße verursacht. Jedes sechste Kind lebt an solch einer Straße, wobei bei fast zwei Dritteln davon das Kinderzimmer zur Straße ausgerichtet ist. Diese Tatsache verursacht jedoch nicht nur Schlafstörungen, sondern auch einen höheren Blutdruck und eine schnellere Herzschlag.
Diese Ergebnisse sind sehr beunruhigend. Kinder leiden stark unter dem Lärm des Alltags und ihr Gehör wird schon in der Kindheit teils irreparabel geschädigt. Auch das Gehör von Kindern kann frühzeitig geschützt werden. Alle Informationen zum Lärmpegel und zum angemessenen Gehörschutz finden Sie hier:
» Wie laut ist zu laut?
» So schützen Sie ihr Gehör
Alle Ergebnisse der Studie gibt es beim Umweltbundesamt.
» Zur Website





