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Liebe Leserinnen, liebe Leser

Die Covid-19-Krise hat unser aller Leben substanziell verändert – sei es durch einschneidende Restriktionen im Alltag, die schmerzliche Einschränkung sozialer Kontakte, aber auch die Erkenntnis, welchen Stellenwert unsere Gesundheit hat. Für viele unserer Projektpartner stellte das vergangene Jahr dabei eine noch grössere Herausforderung dar. War die Gesundheitsversorgung  in unseren  Programmländern bereits vor der Pandemie alles andere als optimal, kamen Gesundheitspersonal und Spitäler nun häufig komplett an ihre Grenzen.  

Doch die kontinuierliche Versorgung von Menschen mit Hörverlust ist gerade während solch einer globalen Krise entscheidend. In Zeiten physischer Distanzierung ist es umso wichtiger, über Kommunikation menschliche Nähe aufzubauen. Und zudem unerlässlich in eine belastbare  Infrastruktur im Gesundheitswesen zu investieren. Mit dem Anspruch, die Hürden mit teils kreativen Lösungen zu überwinden, hat die Hear the World Foundation ihr Engagement mit 18 Projekten in 16 Ländern vollumfänglich weitergeführt.

Ein entscheidender Kompass ist dabei unsere neue Fünf-Jahres-Strategie. Im Fokus stehen skalierbare und nachhaltige Programme in ausgewählten Regionen, die als Modell für die audiologische Versorgung in Ländern mit niedrigen bis mittleren Einkommen dienen. Dabei konzentrieren wir uns auf Schwerpunktländer, in denen wir mit langfristig ausgerichteten lokalen Partnern zusammenarbeiten. Die Erfolge unserer Arbeit sollen klar messbar und im besten Fall in anderen Regionen replizierbar sein. Unser ultimatives Ziel ist es, lokale Teams zu befähigen, ihre Arbeit auch ohne unsere Unterstützung eigenständig weiterzuführen.

Um den neuen Anforderungen und dem holistischen Ansatz gerecht zu werden, haben wir im März 2021 unseren Stiftungsrat mit externer Expertise komplettiert. Dr. Katrin Imhof schärft unseren Blick auf die nachhaltige Umsetzung unserer Projektarbeit. Sie war selbst über 20 Jahre für internationale Hilfsorganisationen in mehr als 25 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und im Mittleren Osten im Einsatz. Beate Eckhardt bereichert uns mit ihrer Erfahrung im Stiftungsmanagement sowie mit philanthropisch ausgerichteten Partnerschaften und Kooperationen. In einem Interview gibt sie spannende Einblicke zu ihren Beweggründen.

Jedes Jahr leisten Sonova Mitarbeitende einen wertvollen Beitrag zu unserer Arbeit und helfen den Teams weltweit, ihre Arbeit professionell nach neuesten Standards umzusetzen. Volunteering-Einsätze vor Ort konnten im gesamten letzten Geschäftsjahr nicht stattfinden, aber an Unterstützung mangelte es dennoch nicht: Die ersten Freiwilligen starteten bereits mit dezidiertem Online-Support. Nicht zuletzt haben wir auch einen grossen Fokus auf den verstärkten  Erfahrungsaustausch zwischen den Projektpartnern gelegt, konnten sie doch von den gegenseitigen Lösungsansätzen rund um die Herausforderungen durch Covid-19 sehr profitieren.

Ich bin davon überzeugt, dass sich unsere Stiftungsarbeit weit über einzelne Projekterfolge hinaus auswirkt und ganze Regionen davon profitieren können, dass wir Kindern mit Hörverlust eine selbstbestimmte Zukunft ermöglichen. Wir hoffen, dass Sie uns auf dieser Reise begleiten und danken Ihnen für Ihre Unterstützung und Wertschätzung.

Herzlichst

Arnd Kaldowski
Präsident der Hear the World Foundation