Home>Stiftung>Tätigkeitsbericht

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Kommunikation verbindet Menschen – selbst in Zeiten physischer Distanz ermöglicht sie Nähe. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist gutes Hören. Was für die meisten von uns selbstverständlich ist, triff t auf weltweit rund 466 Millionen Menschen mit Hörverlust nicht zu – schon gar nicht für diejenigen, die in Ländern mit niedrigen bis mittleren Einkommen leben. Die hörmedizinische Versorgung in diesen Regionen ist oft durch Defizite im Gesundheitswesen geprägt. Vor allem für Kinder kann ein unversorgter Hörverlust gravierende Folgen haben: Wenn sie nicht hören, lernen sie auch nicht oder nur bedingt sprechen, werden häufig sozial isoliert und haben oft geringere Chancen auf gute Schulbildung.

Deshalb unterstützen wir weltweit Hilfsprojekte und ermöglichen bedürftigen Kindern Zugang zu einer hörmedizinischen Versorgung, Hörlösungen und Sprachtherapie – und verhelfen ihnen damit zu besseren Zukunftsperspektiven. So zum Beispiel geschehen im Herbst 2019 bei unserem Partnerprojekt CORAL in Mexiko

Die Ausbildung von audiologischen Fachkräften ist ein weiterer Pfeiler unserer Stiftungsarbeit. Indem wir unseren Projektpartnern Fachwissen vermitteln, investieren wir in eine lokale hörmedizinische Versorgung, die langfristig nicht mehr auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen ist. So haben wir zum Beispiel 2019 erstmals drei Mitarbeiterinnen von Stiftungsprojekten aus der Ukraine, Kenia und dem Libanon die Teilnahme an einer Fortbildung an der renommierten Akademie für Hörakustik in Lübeck (Deutschland) ermöglicht.

Neben einer erstklassigen audiologischen Versorgung ist es uns wichtig, dass Kinder mit Hörverlust auch Sprachförderung erhalten. Da es in den meisten Projektländern an Sprachtherapeuten mangelt, organisieren wir Informationsveranstaltungen für Eltern. An diesen lernen sie, wie sie mit dem Hörverlust ihrer Kinder umgehen können.

Besonders stolz sind wir auf Projekte, die wir schon lange begleiten und bei denen wir durch eine ganzheitliche Förderung viel bewirken können – beispielsweise in der Dominikanischen Republik. Dank unseres Engagements erhalten Menschen aller Bevölkerungsschichten Zugang zu einer erstklassigen audiologischen Versorgung. So auch die kleine Venus, die mit einem schweren Hörverlust geboren wurde und der sich dank Hörgeräten völlig neue Zukunftsperspektiven eröffnen.

Wir sind stolz darauf, was wir in diesem Jahr erreicht haben. Um unserer Vision einer Welt, in der jeder Mensch die Chance auf gutes Hören hat, noch näher zu kommen, werden wir auch weiterhin unser Bestes geben. Als neuer Präsident der Hear the World Foundation freue ich mich, dass ich mich persönlich dafür einsetzen kann. Es ist mir ein grosses Anliegen, mit unserem Einsatz und unseren Ressourcen maximale Wirkung zu erzielen. Deshalb entwickeln wir unser Projektportfolio stetig weiter, verbessern die Qualität und Produktivität unserer Arbeit kontinuierlich, und setzen uns ambitionierte Ziele.

In den nächsten Monaten heisst es jedoch, unsere Projektpartner bei ihren Herausforderungen in Bezug auf die Corona-Krise zu unterstützen. Für viele von ihnen bedeuten die damit verbundenen Einschränkungen, dass ihre Arbeit nicht oder nur mit Hindernissen fortgesetzt werden kann. Wo möglich, helfen wir unseren Partnern dabei, kreative und pragmatische Lösungen zu finden, um diese Hindernisse zu umgehen.

Wie Sie sehen, starten wir trotz der aktuellen Herausforderungen motiviert ins neue Jahr und freuen uns, dass Sie uns auch weiterhin emotional und tatkräftig zur Seite stehen.

Herzlichst,

Arnd Kaldowski
Präsident der Hear the World Foundation