medienmitteilung

FUSSBALL-WM: SCHWEIZER FANS am LAUTESTEN

World-Cup-fans-warned-about-the-risk-of-hearing-damage-from-vuvuzela-Hear-the-World-Foundation

Stäfa, Schweiz, 07. Juni 2010

Wenn die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft am 16. Juni an der FIFA Weltmeisterschaft in Südafrika gegen Spanien ihr erstes Spiel bestreitet, dann wird sie sich nicht über mangelnde Unterstützung im Stadion beklagen können. Denn die Schweizer Fans haben das lauteste Instrument. Dies hat eine Messung ergeben, welche im Auftrag von Hear the World in den Labors des Hörgeräteherstellers Phonak durchgeführt wurde. Demnach kommt die Alphorn-Vuvuzela aus der Schweiz vor der Original-Vuvuzela aus Südafrika punkto Lautstärke auf Platz 1.

Erinnern Sie sich an die Fussballspiele des Confederations Cup in Südafrika im vergangenen Jahr? Damals schallte aus den Lautsprechern der Fernsehgeräte erstmals ein ganz spezielles Geräusch in die heimischen Wohnzimmer: ein anhaltendes tiefes Brummen, das wie ein riesiger Bienenschwarm klingt. Die Rede ist von der Vuvuzela, dem Blasinstrument der südafrikanischen Fussball-Fans. Die Dauerbeschallung durch die Vuvuzelas bereitete nicht nur Freude: Ausländische Spieler und Medien fühlten sich von der lautstarken Dauerbeschallung gestört und forderten ein Verbot. Der Weltfussballverband FIFA lässt die Vuvuzelas als Symbol des südafrikanischen Fussballs aber auch an der Weltmeisterschaft zu.

Schweizer Alphorn-Vuvuzela ist noch lauter

Das kommt den Schweizer Fans gelegen. Denn in der Zwischenzeit haben sie das südafrikanische Instrument weiterentwickelt: zur Alphorn-Vuvuzela, die mit ihrer Krümmung im vorderen Teil dem Schweizer Nationalinstrument nachgebaut ist. Und dies mit Erfolg: Die Alphorn-Vuvuzela ist noch lauter als das Originalinstrument aus dem südlichen Afrika. Dies ergaben Labormessungen, welche Phonak im Rahmen von Hear the World durchgeführt hat. In einem schalltoten Messraum beim führenden Hörgerätehersteller in Stäfa wurde die Lautstärke der beliebtesten Fan-Instrumente gemessen. Dazu gehörten neben der Vuvuzela und der Alphorn-Vuvuzela auch die Kuhglocke, Fan-Horn und -Hupe, die Holzratsche, aufblasbare Fan-Sticks und natürlich auch die Fangesänge von Schweizer Fans. Selbst die Schiedsrichter-Pfeifen wurden auf ihre Lautstärke hin untersucht. Das Resultat ist eindeutig:

Das Ergebnis im Überblick

  1. Platz: Alphorn Vuvuzela 127 dB (A) SPL 
  2. Platz: Fan-Horn 123.6 dB (A) SPL
  3. Platz: Vuvuzela 123.4 dB (A) SPL
  4. Platz: Trommel 122.2 dB (A) SPL
  5. Platz: Fan-Gesänge von zwei Schweizer-Fans 121,6 dB (A) SPL
  6. Platz: Schiedsrichter-Pfeife: 121.8 dB (A) SPL
  7. Platz Gashupe 121.4 dB (A) SPL
  8. Platz: Kuhglocke 114,9 dB (A) SPL
  9. Platz: Holzratsche 108,2 dB (A) SPL
  10. Platz: Aufblasbare Fan-Sticks 99.1 dB (A) SPL

Wer also das Schweizer Team mit maximaler Lautstärke unterstützen möchte, sollte zur Alphorn Vuvuzela greifen. Diese erreicht Werte, die etwa im Bereich eines startenden Flugzeugs liegen. Aber Vorsicht: Experten gehen davon aus, dass es bei einer dauerhaften Lärmeinwirkung bereits bei einem deutlich geringeren Lärmpegel, nämlich ab einer Belastung von 85 Dezibel, zu einer Gehörschädigung kommen kann. Und jede Erhöhung um 10 Dezibel entspricht einer Verdoppelung des Lärmpegels. Eine herkömmliche Vuvuzela ist also rund doppelt so laut wie eine Kuhglocke. Wie viel Dezibel in gewohnten Alltagsgeräuschen stecken und welche davon zu laut sind, erfähren Sie unter 
» Wie laut ist zu laut?

Das Gehör schützen

„Es ist natürlich klar, dass zu einem stimmungsvollen Fussballspiel laute Fangesänge und Faninstrumente gehören. Dennoch sollte man wissen, dass besonders die Einwirkungsdauer von Lärm eine wichtige Rolle für unser Gehör spielt: Wer sich länger als 15 Minuten einem Lärmpegel von 100 dB (A) aussetzt, riskiert bereits eine Beeinträchtigung des Gehörs“, sagt Valentin Chapero, CEO von Phonak „Wer nicht auf die lautstarke Unterstützung seines Teams verzichten, aber sein Gehör trotzdem schonen möchte, der tut deshalb gut daran, sich im Stadion Ohrstöpsel in die Ohren zu stecken.“