Im Südosten des Staates Kentucky, in den Appalachen, liegt ein Gebiet, das so gar nicht ins Bild der Weltmacht USA passen will. Die Region um die Kleinstadt Beverly, mit ihrer lieblichen Landschaft und den sanften Hügeln wie aus dem Bilderbuch ist die finanzschwächste Region der USA. Hörverlust scheint hier in Folge übermässiger Lärmbelastung durch die Arbeit in Kohlekraftwerken und durch genetische Ursachen stärker verbreitet als anderswo. Jedoch sind Hörgeräte hier oft ein Ding der Unmöglichkeit - aufgrund der Kosten sowie dem fehlenden Zugang zu hörmedizinischer Versorgung.

Ort & Jahr

In Beverly (KY), USA seit 2008

Support

Technologie Finanzierung Wissen

Hauptfokus

Kinder Die hörmedizinische Versorgung von Kindern steht im Fokus des Engagements der Hear the World Foundation und konzentriert sich vor allem auf Länder mit niedrigem Einkommen.
Prävention von Hörverlust Die Hear the World Foundation fördert die weltweite Aufklärung zu den Themen Hören und Hörverlust und trägt so zur Prävention und zu einem besseren Umgang mit Hörverlust bei.
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Die Organisation Red Bird Mission und Clinic engagiert sich seit 1921 im Red Bird River Valley und leistet Hilfe in den Bereichen Ausbildung, Berufsbildung, medizinische Versorgung und Gemeinschaftshilfe. Von dieser Unterstützung profitieren finanzschwache Familien, die sich keine Hörgeräte leisten könnten. Die Hear the World Foundation unterstützt das Projekt seit 2008. Neben der Bereitstellung von Hörgeräten finanziert die Stiftung seit 2014 die Krankenschwester Angela Hubbart - sie gewährleistet vor Ort eine dauerhafte hörmedizinische Grundversorgung, und sendet seit 2008 jährlich Sonova-Voluntäre.

Ein Tag im Leben von Angela Hubbart

Angela ist in der Region aufgewachsen. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester hat sie eine Weiterbildung gemacht, um den Umgang mit Hörgeräten zu lernen und den Patienten die benötigte Nachversorgung anbieten zu können. Dank der Unterstützung von Hear the World hat Angela auch an Schulungen bei Phonak in Chicago teilgenommen. Sie kümmert sich das ganze Jahr über um die Patienten, kontrolliert und erklärt diesen den korrekten Umgang mit den Hörgeräten und versorgt sie mit den benötigten Batterien. Zudem organisiert und koordiniert Angela die vierteljährlichen Besuche der Volunteer-Audiologie-Teams und stellt sicher, dass alle nach demselben Protokoll arbeiten, um eine konsistente Versorgung und Patientendatenbank sicherzustellen.

Nie hätte ich mir erträumt, dass wir hier jemals eine solch fundierte und konsequente hörmedizinische Versorgung anbieten können!»
Angela Hubbard

Unterstützung durch Volontäre seit 2008

Neben der Grund- und regelmässigen Nachversorgung durch Angela ist die Klinik auch auf die Unterstützung von Sonova Volunteer-Teams angewiesen. Die Volunteer Teams besuchen das Projekt seit 2008 mehrmals jährlich – ausser während den harten Wintermonaten, wo hier Gebiete oftmals für Wochen von der Umwelt abgeschnitten sind. Während den Volunteer-Einsätzen werden Hörtests durchgeführt, Hörgeräte angepasst, Reparaturen gemacht und sichergestellt, dass die Träger der Phonak-Hörgeräte einen möglichst grossen Nutzen aus der Technologie haben.  

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