Die Hear the World Foundation ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung und verfügt über eine umfassende Foundation Governance. Dazu gehören grösstmögliche Transparenz bezüglich unserer Strategie, Zielsetzung und Fördertätigkeit sowie ein Maximum an Professionalität in Organisation und Management. Zur Vermeidung von Interessenskonflikten besteht ein streng festgelegter Ablauf für Unterstützungsgesuche und klar definierte Auswahlkriterien für Projekte.

Als Mitglied von Swiss Foundations orientieren wir uns an den Grundsätzen des Swiss Foundation Code für Stiftungen. Wir erachten es als unsere Pflicht, das uns anvertraute Geld dem Stiftungszweck entsprechend möglichst wirkungsvoll einzusetzen.

NACHHALTIGE FÖRDERUNG – EIN ZENTRALES ANLIEGEN

Ziel der Hear the World Foundation ist es, weltweit Menschen besseres Hören zu ermöglichen. Jedes Jahr erreicht uns eine grosse Anzahl von Bewerbungen. Grundlegend bei der Auswahl und Umsetzung von Projekten ist das Prinzip der Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund fördert die Hear the World Foundation vorrangig Projekte, die langfristig eine positive Wirkung haben. Dabei hat die Qualität der hörmedizinischen Versorgung absolute Priorität. Hierzu wird auf folgende vier Aspekte besonderes Augenmerk gerichtet:

1.) Versorgung gemäss internationalen Standards

Die hörmedizinische Versorgung von Kindern ist eine Herausforderung und auch eine grosse Verantwortung. So arbeiten wir nach einem über die Jahre etablierten Protokoll zur pädiatrischen Versorgung. Denn unser Anspruch lautet, dass Kinder in Ländern mit niedrigen Einkommen dieselbe Qualität an hörmedizinischer Versorgung wie Kinder in Ländern mit höheren Einkommen erhalten sollen. Deshalb stellen wir sicher, dass unsere Projektpartner über die entsprechende Ausbildung, Ausrüstung und moderne Geräte zur Diagnose von Hörverlust, Hörgeräteanpassung und Validierung gemäss internationalen Standards verfügen. Projektpartner erhalten von uns stets die neueste Hörgerätetechnologie und können so ihren Patienten die bestmögliche Lösung bieten – unabhängig von Geographie und Einkommen.

2.) Lokal Fachkompetenzen einplanen

Bei allen Projekten weltweit ist es unser Anspruch, das notwendige Fachwissen vor Ort aufzubauen und zu fördern. So gewährleisten wir eine langfristig angelegte hörmedizinische Versorgung und schaffen dabei zudem lokal Arbeitsplätze – ein zentrales Element nachhaltiger Stiftungsarbeit. Die Wissensvermittlung erfolgt durch freiwillige Einsätze von Sonova Mitarbeitenden sowie, wo nötig, weiteren Fachspezialisten.

3.)  Sicherstellung professioneller Nachversorgung

Um den Aspekt der langfristig positiven Wirkung zu gewährleisten, stellen wir nur dann Hörgeräte zur Verfügung, wenn der jeweilige Empfänger auch nach Anpassung der Geräte regelmässig durch Fachpersonal vor Ort betreut werden kann. Besonders bei Kindern mit Hörverlust ist es mit rein hörmedizinischer Versorgung oft nicht getan. Begleitende Massnahmen wie Sprachtherapien oder Elternarbeit sind erforderlich, damit Kinder ihr Potenzial ausschöpfen und sich ihre Hörgesundheit und ihr Spracherwerb optimal entwickeln können.

4.)  Langfristige Unterstützung und Erfolgskontrolle

Wir arbeiten mit unseren Projektpartnern weltweit in langfristig angelegten Partnerschaften. Dabei eruieren unsere Experten gemeinsam mit ihnen, welche weiteren Schritte in der Projektentwicklung sinnvoll sind – seien dies beispielsweise Schulungen oder der Kauf von neuer Ausrüstung. Damit schaffen wir ein wichtiges Fundament, um die Versorgung laufend weiter zu professionalisieren. Jeder Projektpartner verpflichtet sich, zweimal pro Jahr einen ausführlichen Bericht einzureichen, der die Fortschritte im Projekt und den Spendeneinsatz genau dokumentiert.